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Search and Rescue – Operation “T”

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Frankfurt – Ein Genosse ist hinter den feindlichen Linien verschollen. Niemand weiß ob er seine heikle KGB-Operation “T” (GC1R9ZC), das Auskundschaften der Zündschlüssel für amerikanische Atombomben, erfolgreich absolvieren konnte. Eine noch geheimere SAR Mission zur Sicherstellung der Codes und Rückführung des Genossen wird gestartet…
Wir erreichen das Zielgebiet kurz vor Sonnenuntergang und springen ab. Sicher landen wir im Schutze der Dämmerung auf dem freien Feld neben einem Friedhof und nehmen Deckung im nahegelegenen Wald. Langsam arbeiten wir uns vor und suchen nach Spuren unseres Genossen. Dann endlich, finden wir die Überreste seiner Ausrüstung in den Baumwipfeln hängen. Mit einem Schuss aus dem BigShot ist die Pilotleine gelegt, wenig später der Baum erklommen und das Wichtigste geborgen. Wir rücken weiter unerkannt vor. Der Wald ist voller, als Jogger getarnter, Mitarbeiter der Spionageabwehr die unversehens aus den verschiedensten Ecken des Waldes auftauchen. Vorsicht ist geboten. Wir überqueren die Schienen, spähen das Gelände aus verschiedenen Perspektiven aus und suchen uns an einer abgeschiedenen Ecke einen Einstieg in das Gelände. Mit dem Multitool schneiden wir ein kleines Loch in den Zaun und robben auf dem Bauch auf das Gelände. Zu unserer Verwunderung ist alles ruhig, als wäre der Ort verlassen. Zur Sicherheit überbrücken wir Bewegungsmelder, Stolperdrähte und Üerwachungskameras, allerdings scheint es als wäre auf der gesamten Anlage kein Strom! Ist das eine Falle? Was ist hier passiert?
Die Atombunker selbst sind leer. Im geduckten Laufschritt nähern wir uns im Zick-Zack-Kurs dem Wachhaus, das Garmin 60CS fest im Anschlag. Jeden Moment kann es hier hässlich werden. Kurz vor dem Gebäude verschanzen wir uns hinter einer völlig zerfetzten Barrikade aus Sandsäcken. Wir knien in Patronenhülsen und beobachten die zerschossenen Panzerglasscheiben. Was ist hier passiert?
Nichts rührt sich. Während ich sichere, sprintet Genossin Maus zur Eingangstür und wirft zwei Blendstrahlen Ihrer Maglite 5D in das dunkle Gebäude. Wir nutzen die Verwirrung und sichern das Gebäude und den Turm, Raum für Raum, wie im Lehrbuch. Es gibt nur geringen Widerstand – die eine oder andere Tür klemmt.
Gerade als wir die Schränke nach den Geheimcodes absuchen, Stimmen und metallene Geräusche! Uns stockt der Atem, geräuschlos aber zügig treten wir vorübergehend den Rückzug durch die Hintertür an. Im üppigen Dickicht verharren wir Rücken an Rücken bewegungslos und lauschen. Ausserhalb der Zäune scheint ein Hund der Spionageabwehr unsere Fährte aufgenommen zu haben, jetzt heißt es schnell handeln. Zurück ins Gebäude, die letzten Schränke durchsuchen…aber schnell wird klar: Hier ist nichts mehr zu finden. Hatten die Amerikaner die Codes rechtzeitig mit den Bomben beseitigen können oder hatte der Genosse es geschafft?
Gerade beim Herausgehen werfen wir noch einen Blick in einen halboffenen Schrank. Plötzlich erkennen wir Zahlen die wir schon häufiger im Gedächtnistraining unserer Spionageausbildung gesehen hatten. Ein Muster…und errinnerst Du Dich noch an die Zahlen von vorhin? Die gehören dazu! Der Genosse hat die Codes wohl beschaffen können und das Versteck wie auch seinen möglichen Aufenthaltsort verschlüsselt hinterlassen. Die Amerikaner haben den Verlust sicher bemerkt und die Bomben in Sicherheit gebracht. Die Zeit wurde knapp, das Bellen des Hundes kam näher.
Mit kühler Routine und Gelassenheit berechnet Genossin Maus das Versteck, während ich rund um das Haus falsche Fährten auslege. Jetzt aber weg hier!
Auf direktestem Weg versuchten wir das Versteck anzugehen, der dichte Bewuchs aber zwingt uns immer wieder zur Umkehr. Der Ort scheint mit Bedacht gewählt zu sein. Nicht leicht einzunehmen oder zu finden. Langsam und vorsichtig nähern wir uns schließlich dem Versteck. In welchem Zustand würde unser Genosse wohl sein?
Niemand ist anzutreffen, lediglich Teile seiner Ausrüstung, die Codes und seinen Ausweis finden wir vor. Ist er übergelaufen? Ist er desertiert? Wurde er gefangen genommen? Fragen die wir jetzt nicht klären können. Man ist uns auf den Versen. Wir sichern die Codes und machen uns wieder auf das freie Feld, um dem Hubschrauber zur Rückholung Signal zu geben.