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Buthan – Ein Land mit nur einem Cache

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Butan – Im diesjährigen Urlaub haben wir ein wunderschönes Land besucht: Buthan. Eingebettet im Himalaya liegt es zwischen Indien und China. Das wesentlich bekanntere Nepal ist der nahegelegene westliche Nachbar und in vielem mit Buthan vergleichbar. Selbstverständlich wollten wir auch auf dieser Reise dem Cachen fröhnen. Mit nur einem Cache im Land aber versprach die Beute eher mager auszufallen. Umso wichtiger war es wenigstens diesen Cache zu finden…
Nach dem Besuch des jährlichen Tempelfestes in Timphu, der Hauptstadt des Landes, beschlossen wir uns auf die Suche zu machen. Unsere lokale Reiseleitung organisierte uns ein Taxi und Begleiter für das Abenteuer in der Wildnis. Dieser fuhr mit uns zunächst an den Stadtrand und parkte das Taxi an der Rundfunkstation. Von dort begann der steile und schweißtreibende Aufstieg.
Auf verschlungenen Pfaden, die über und über mit Gebetsfahnen verhangen waren, ging es hinauf. Hoch über uns trohnte ein buddhistisches Lakhang (GCGBZT) zu dessen Füssen der Cache liegen würde. Auf halbem Weg offenbarte uns der Taxifahrer, dass er schon lange nicht mehr so weit gelaufen war und kaum noch Luft bekommen würde da er, trotz allgemeinem Verbot in Buthan, rauchen würde. Wir reduzierten die Geschwindigkeit, genossen immer wieder die tolle Aussicht auf die Stadt und bewunderten die noch üppige Fauna und Flora in diesen Höhen. Offen gestanden setzte auch uns, trotz Akklimatisierung, die Anstrengung in knapp 3000m deutlich zu. Irgendwann erreichten wir ermattet aber gemeinsam das Cacheversteck. Noch mussten wir frei grasende Kühe zur Seite schieben, dann konnte die Box geborgen werden. Fassungslos beobachtete uns der Taxifahrer, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte er geglaubt wir hätten am Vortag hier irgendwas verloren was wir nun suchen wollten. Dass unser Treiben Teil eines weltweiten Spiels sei und wir nur wegen des Logeintrags hierher gegangen waren konnte ihn nicht wirklich überzeugen. Ein bisschen stolz schien er zu sein, als wir darüber sinnierten, dass er jetzt wohl der einzige Buthanese in Thiphu sei, der das Versteck kennt. Wenn also jemand demnächst den Cache heben will, dann soll er nach dem Taxifahrer Tenzin fragen.
Runter vom Berg ging es sehr viel einfacher und schneller. Auf dem Weg zurück ins Hotel haben wir noch das Nationaltier Buthans, die Rindergemse, besucht. Mit dem guten Gefühl das Land leergecachet zu haben, konnten wir uns wieder den Dzongs, dem Buddhismus, den Stupas und den Zazas widmen.