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Silberregen und Kanonenschlag – eine Pilgerstätte der Geocacher

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Stuttgart – Für diese Empfehlung sind wir ScandinavianMagic besonders dankbar. Der Cache Special Unit Cleebronn (GC202CV) ist ein echter Cachermagnet und kann schon über 250 Funde seit seiner Ver´öffentlichung im Oktober 2009 aufweisen. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und machten uns direkt nach dem Traum(a)-Haus auf den Weg dorthin um die Geschichte der Depyfag (Deutsche Pyrotechnische Fabriken) zu erkunden.
Obwohl der Cache täglich von ganzen Cacher-Rudeln bsucht wird, hatten wir das Glück ganz alleine suchen zu können. Wir versuchten, uns unbemerkt durch ein Loch im Zaun auf das Gelände zu schleichen. Zunächst ging es in die Villa des ehemaligen Geschäftsführers. Von dort zog sich die Schatzsuche durch verschiedene Fabriksgebäude bis zu einer Werkstatt, wo sich noch die Regale für die verschiedenen Feuerwerkskörper befanden. Dort mussten wir wieder etwas länger suchen, da der Hinweis wirklich ganz schön hinterlistig versteckt war. Anschließend ging die Entdeckungsreise weiter in den riesigen Bunker und man konnte zwischendurch ausgiebig in den Hinterlassenschaften der Arbeiterschaft herumstöbern. Besonders gefallen hat uns die Herren-Umkleide, wo die Arbeitskittel noch an den Haken hingen, als wären die Arbeiter gestern noch vor Ort gewesen. Und die Sanitätsstation, wo wie eine Tragebahre entdeckten, die man schon fast in ein Museum hätte stellen können. Obwohl die Verstecke nicht sehr einfach waren, konnten wir sie anhand der Hinweise an den einzelnen Stationen recht zügig enttarnen. Gegen Abend wurden wir jedoch durch Traktorengeräusche aufgeschreckt. Da wir uns nicht erwischen lassen wollten, verließen wir unauffällig das Gelände und Übernachteten im Ort beim Ochsen.
Um den Cacher-Scharen zuvor zu kommen, machten wir uns am Sonntag recht früh auf den Weg und setzten die Suche fort. Es stellte sich heraus, dass wir nur noch die letzte Station und schließlich den Final suchen mussten. Also besuchten wir noch einige Häuser, die wir auf unserer Erkundung bislang nicht betreten hatten und fotografierten ausgiebig.
Einerseits ist es schade, dass hier schon bald die Bagger anrücken um das Gelände zu räumen. Andererseits bleibt bei Heerscharen von Massencachern das Lost-Place-Feeling auf der Strecke. In den Logs kann man lesen, dass sich die Gruppen manchmal an den Stages sogar anstellen mussten. So waren wir am Ende doppelt zufrieden, dass wir diesen tollen Cache ungestört erleben durften.