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Nehmt was ihr könnt und gebt nichts zurück!

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Hamburg – Das war das Motto mit dem wir uns auf die Suche nach dem Likedeeler Goldschatz (GC115GX) machten. Noch am Vorabend hatten wir uns beim Portugiesen gestärkt und den Gezeitenkalender studiert. In aller Herrgottsfrühe ging es raus an den Strand, in der Ferne hörte man ein Nebelhorn. Möven flogen auf und machten ihrem Unmut über die Störung lautstark Luft. Die salzige Seeluft biss in der Nase. Nur noch wenige Meter trennten uns vom unbeschreibbaren Reichtum.
Ausgestattet mit einem Wanderstock und zwei brandneuen Spaten gab es kein Halten mehr. Wir folgten den uralten und nur schwer erkennbaren Anweisungen und schritten den Stand entsprechend ab. Der Stock versank immer wieder tief im weichen Sand, bis er auf einmal auf einen Widerstand traf. Unser Herz raste, sollten wir den Schatz tatsächlich schon gefunden haben? Zahlten sich jetzt endlich Jahre der Entbehrung und der Recherche aus? Mit bloßen Händen wurde der Sand beiseite geschaufelt, je näher wir kamen, desto hektischer wurde das Graben. Schliesslich war der Deckel freigelegt und die Inschrift gab Gewissheit. Der legendäre Likedeeler Goldschatz lag vor uns. Vorsichtig öffneten wir die Truhe und späten hinein.

EINE TUPPERDOSE?? IST DAS ALLES?? WO IST DAS GOLD? WO DAS SILBER? WO SIND DIE EDELSTEINE?

Nachdem wir den ersten Schock und die grenzenlose Enttäuschung bewältigt hatten, fiel uns ein kleines Büchlein auf. Zu allem Überdruss hatten sich darin alle jene verewigt, die den Schatz Stück für Stück abgetragen hatten. Wir machten uns eine Abschrift davon, denn jetzt wird zurückgeholt was uns gehört. Schaut euch zukünftig immer gut um, ihr Leichtmatrosen, denn wenn ihr still seid, könnt ihr uns kommen hören.