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Wandern auf der Autobahn – Bayerns längstes Denkmal

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Würzburg – Heute war es soweit, bei schönstem Wetter haben wir die vergessene Autobahn 46 (GCGRP4) besichtigt. Schon zu lange hatte der Cache auf unserer ToDo-Liste gestanden. Unglücklicherweise war unser Aufbruch allerdings etwas unkoordiniert und schlecht vorbereitet und so stellten wir schon an Stage 1 fest, dass die Topo-Karte im GPS nicht ausreicht, um den Cache zu absolvieren. Die freundliche Ownerin hatte ein Einsehen und schickte uns noch die notwendigen Informationen in die Wildnis.
Brücken, Kanäle, Schächte und diverse andere Bauten stehen ganz unverhofft mitten im Wald oder auf der Wiese. Trotz der vielen Jahre ist der ehemalige Verlauf der geplanten Autobahn noch gut zu erkennen. Wir schlugen uns zu Fuß durch bis zur Stage 7, um auf dem Rückweg zu erkennen, dass die letzten vier Stationen auch etwas einfacher zu erreichen gewesen wären. Die Erkenntnis tat aber in keinster Weise weh, denn wir wollten wandern und hatten am Wegesrand eine Fülle an Pilzen gefunden. Am Ende hatten wir über 15km in den Beinen, bevor wir endlich am Final loggen durften. Beeindruckend, wie weit die Planung und Ausführung der eigentlichen A7 (Würzburg – Fulda) schon gediehen war, nur die Betondecke fehlte noch.
Selbst nach 70 Jahren sehen viele der Bauwerke noch ganz gut aus, da könnten sich einige der sehr viel jüngeren Bauten anderer Autobahnen eine Scheibe abschneiden. Spannend ist aber auch zu sehen, wie schnell die Natur sich das Areal aber auch wieder zurückerobert. Über weite Strecken läuft man auf dicken Schichten von Moos und Sumpf. Der Cache und das Erlebnis war die Anreise auf alle Fälle wert.