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Den Job könnt ihr behalten!

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Kassel – Wieder einmal versuchten wir über die Jobvermittlungsbörse Geocaching.com einen anspruchsvollen und lukrativen Job zu finden. Diesmal sollten wir uns bei der Fa. Zeitreisen bei der Fahrleitungsmeisterei im BW2 (GC284CQ) melden. Schon auf der Suche nach unserem Ansprechpartner stießen wir auf zwei weitere Bewerber für diese Stelle und wir beschlossen, unseren ersten Arbeitstag gemeinsam zu absolvieren.
Schon gleich zu Beginn wären wir fast dem Werksschutz in die Hände gelaufen und so verhielten wir uns für den Rest des Tages möglichst leise und unauffällig. Unsere neuen Kollegen fanden im Büro des Meisters einen Notizzettel mit einem Arbeitsauftrag, der sich jedoch noch einiger Zeit erfolgloser Suche als Finte früherer Bewerber herausstellte. So fielen wir gleich an unserem ersten Tag unangenehm auf, weil wir an der zweiten Einsatzstation erst verspätet eintrafen.
Von da an erhielten wir eine schweißtreibende Aufgabe nach der anderen. Mal nach oben, mal nach unten, mal sogar zwischendrin. Das Aufgabenspektrum reichte von der Reparatur alter Heizkessel über die Wiederinstandsetzung von Laternen, Kränen und sogar Computern. Alles in allem hatten wir permanent den Eindruck, dass wir nur die unangenehmsten Aufgaben erhielten, für die sich die alteingesessenen Kollegen zu schade waren. Schließlich landete einer unserer neuen Kollegen sogar beim Versuch, das Ablassventil eines Vorratstanks zu inspizieren, bis zum Hals im kalten Dreckwasser des Auffangbeckens.
Trotzdem wollten wir nicht schon am ersten Arbeitstag vorzeitig aufgeben. Gegen Nachmittag sollten wir endlich – völlig verschwitzt, verdreckt und mit wackligen Beinen – noch beim Bahnhofsvorstand vorsprechen um eine persönliche Nachricht zu Überbringen. Es war natürlich reine Schikane der Kollegen, denn der Vorgesetzte war nirgends aufzutreiben. Am Ende konnten wir ihn dann doch noch telefonisch erreichen und unseren Tätigkeitsnachweis übermitteln. Zu allem Überfluss beauftragte er uns noch mit “der letzten Aufgabe” (GC284CR), als ob wir an diesem Tag nicht schon genug geleistet hätten.
Bei Einbruch der Dämmerung hatten wir schließlich alle Aufträge erfolgreich absolviert. Mit unseren Kollegen MaxThomas und carks hatten wir trotz der Anstrengungen einen abwechslungs- und abenteuerreichen Tag mit viel Spaß. Dennoch waren wir uns einig: Den Job könnt ihr behalten! Und beim nächsten Mal werden wir erst dreimal überlegen, ob wir uns von Geocaching.com jemals wieder für eine Arbeitsstelle vermitteln lassen.
Der Agentur Zeitreisen und ihren Inhabern B&B möchten wir jedoch unseren besonderen Dank ausdrücken. Das war einer der spannendsten und aufwändigsten Caches, die wir je erleben durften.