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Eine gruselige Reise in die Vergangenheit – Bunker, Stacheldraht und Tunnel

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Saarbrücken – Das verlängerte Wochenende über Ostern haben wir genutzt, um mit Freunden (Die Solmser und Fonzo67) einen Ausflug an die Maginotlinie zu unternehmen. Schon die Hinfahrt haben wir uns versüßt mit einem Abstecher nach Alcatraz (GCYZ39). Leider haben wir erst vor Ort festgestellt, daß der ursprüngliche Cache nicht mehr existiert und durch einen abgeschwächtes Cacheversteck ersetzt wurde. Da aber auch dieser Cache auf dem umfangreich geschützten Gelände liegt, war der Zugang nicht ganz ohne. Einmal drin, bekommt man dann doch ein beklemmendes Gefühl. Meterhohe Zäune, Nato-Stacheldraht, Sicherheitsschleusen sowie vergitterte Fenster und Wände (!!). Noch nie haben wir ein Gefängnis so hautnah erlebt. Gott sei Dank!
Dann ging es weiter in Richtung Frankreich und schon bald stolperten wir durch den ersten verfallenen französischen Bunker (GCG8RK). Am eindrucksvollsten war schließlich der Einstieg in Bunker des “Zwerge 3″ (GCPBD0). Schon beim Anmarsch galt es einige Hindernisse zu überwinden. Zunächst sind die Anlagen noch geschätzt von einem in die Jahre gekommenen Stacheldrahtgürtel. Darüber hinaus ist der Boden zwischen dem Stacheldraht übersäht von angespitzen Stahldornen. Im frische gefallenen Schnee konnte man nicht alles sehen und so galt es jeden Tritt gesonnen zu setzen. Am Gebäude angekommen galt es noch den 2m breiten und 5-6m tiefen Graben vor dem Eingang zu überwinden. Gut, daß wir nicht auch noch unter Beschuss waren. Endlich drinnen galt es Wanderstiefel gegen Gummistiefel zu tauschen.
Wie vielfach anzutreffen, sind die zwei oberirdischen Bunker unterirdisch miteinander verbunden. 6-8 Stochwerke unter der Erde gibt es ein Gewirr an Gängen und Tunnel mit Schlafsälen, Toiletten, Luftfileranlagen, Kartenräumen und vieles mehr. Nur noch wenig Einrichtungsgegenstände haben die Zeit überlebt und vergammeln in der ewig feuchten Finsternis. Im fast kniehohen Wasser und Schlick versuchten die dunklen Mächte der Finsternis uns mehrmals die Gummistiefel auszuziehen. Dies konnte aber unseren Drang nach Erforschung und Erkundung nicht bremsen. Der Cache war dann fast Nebensache.
Wieder an der frischen Luft haben wir dann noch stillgelegte Bahntunnel erkundet (GCQGDY). Nach den aufregenden Bunkerbesichtigungen war dies als “Chill Out” gerade richtig.
Auf Empfehlung von Moli99 hin, haben wir auf dem Rückweg noch das Panzerwerk Katzenkopf (GC116ND) besucht. Die Geschichte rund um die Operation “Dosenöffner” ist schön gemacht und die Stages sind ganz kniffelig. Insbesondere der Vor-Final ist eine kleine Überraschung und “lädt” zum Verweilen ein. Allen nachfolgenden Team kann ich nur raten die Fingernägel wachsen zu lassen!