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Mit Seilklemmen in die Baumwipfel – zwischen Höhenangst und Wurfseilfrust

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Giessen – Am Wochenende war es endlich soweit, der Paketlieferant brachte endlich die ersehnten Seilklemmen für das Baumklettern. Schon am vergangenen Samstag hatten wir gehofft das Päckchen zu erhalten und den ganzen Samstag vergeblich darauf gewartet. Jetzt hielten wir die Wunderwerke der Technik in den Händen und brannten darauf sie auszuprobieren. Also, ging es zunächst zu dem nahegelegenen Klettercache Sternschnuppe (GC18R12). Hoch motiviert wollten wir uns schon gleich in die Ausrüstung stürtzen, merkten dann aber, daß vor dem Klettern noch eine völlig unterschätzte Herausforderung zu überwinden war. Die nähmlich, das Seil über die Baumgabel zu legen. Endlose Versuche bedurfte es mit Wurfsäckchen und Reepschnur bis der richtige Ast umschlungen war und wir das Seil in die Höhe ziehen konnten. Fest verankert konnte es jetzt ENDLICH losgehen. Mit Fuß-, Bauch- und Handklemme ging es dann in raupenähnlicher Fortbewegung am Seil in die Höhe. Kaum war der Cache geloggt, kam die nächste unvorhergesehene Herausforderung. Erst nach verschiedenen Versuchen wurde klar, daß für das Abseilen die Klemmen in einer bestimmten Reihenfolge geöffnet werden müssen. Gut, daß die Maus von Anfang an einem zweiten Seil gesichert war, so konnte trotz aller “Versuche” nichts passieren. Endlich wieder festen Boden unter den Füssen waren wir wieder einige Erfahrungen reicher. Diese sollten gleich am nächsten Tag vertieft werden. Mit allem Geräus ging es im Westerwald auf die Suche nach der Buche. Zwar verloren wir hier unseren Wurfsack im Gestrüpp der Ästchen, alles andere aber lief schon fast routiniert ab. Mit Stolz geschwellter Brust wagten wir dann noch einen Blick vom Viadukt und gestanden uns ein, daß das noch eine Nummer zu hart ist. Was nicht ist kann noch werden!