«

»

Die größte Sandkiste in der wir je gespielt haben!

Number of Views :2979

Kassel – Es sollte mal wieder etwas Besonderes sein, daher suchten wir wieder das Revier von Barbie&Brüttler auf. Schon vor langer Zeit hatten wir ihren Cache “So viel Sand und keine Förmchen” (GC1TQTA) gesehen, jedes Mal aber zogen wir einen anderen Cache vor. Jetzt sollte er endlich an der Reihe sein. Hätten wir ihn nur früher gemacht, als wir noch jung und fit waren!
Kaum hatten wir das Auto an Station 1 geparkt und die volle Montur angelegt, schon fuhr die Polizei im Schritttempo an uns vorbei. “Last Euch nicht erwischen!” hatte es doch irgendwo geheißen?! Wir ließen es darauf ankommen und maschierten (unsicher) los.
Irgendwie war der Start schon symptomatisch für den weiteren Cacheverlauf. An Station 1 suchten wir viel zu lange, bis wir den riesigen Hinweis endlich entdeckten. An Station 3 entdeckten wir einen längst verschollenen Hinweis, übersahen dafür den neu angebrachten. Da wir dem Hinweis im Listing “Geht am Wochenende, denn da ist das Gelände ruhig.” nicht nachgekommen waren, wurde die Suche nach den weiteren Stationen zum puren Nervenkitzel. Die abgebrannte Recycling-Anlage auf dem Gelände (nicht dem Nachbargelände!) wird wohl wieder hergestellt. Alle paar Minuten fuhren daher Fahrzeuge quer durch das Gelände, hin und zurück. Jedes Mal warfen wir uns ins Gebüsch oder suchten Sichtschutz hinter einem Sandhaufen. Wenn man allerdings auf einem kargen Stahlgerüst direkt am Weg in 10 Meter Höhe sucht, war das mit dem Verstecken etwas schwieriger. Auto! Leg dich hin!
Wenn man unsere Suchschwäche und den Trubel auf dem Gelände ausblendet, dann kann man nur sagen, dass das Gelände spitzenmässig ist. Noch nie haben wir in einer so grossen Sandgrube gespielt. Abbaumaschinen so gross wie Einfamilienhäuser, kilometerlange Förderbänder, Rüttelsiebe für alle erdenklichen Grössen, Steinbrecher und vieles mehr fasziniert hier auf jedem Meter. Jede Art der Fortbewegung wird hier gefordert: krabbeln, klettern, laufen, robben, springen etc.
Über die Jahre haben sich mehrere Handschriften bei den Hinweisen durchmengt, was es für uns etwas schwieriger gemacht hat. Mal sucht man grosse rote Zeichen, dann wieder kleine schwarze und hier und da auch gepresste weiße. An jeder Station sind die Möglichkeiten guter Verstecke schier endlos, zwar helfen die Hints, bis man ihr System aber versteht können sie einen leicht verwirren.
An der Himmelsleiter fanden wir unseren Meister. Auf halber Strecke erreichten wir das Limit dessen, was wir uns zutrauen und konnten eine Station nicht erreichen. Glücklicherweise liesen die Owner unser Cacheerlebnis hier nicht abrupt enden, sondern halfen uns über die Station hinweg. Nach fast 6 Stunden erreichten wir schließlich völlig erledigt und verdreckt den Final. Zu dem Zeitpunkt glaubten wir noch, dass das schwerste überstanden sein würde…..dann aber kam noch der Bonus (GC1TPEA)!
Um unentdeckt zum Bonus zu gelangen mussten wir einen See umlaufen, uns durch meterhohe Dornenbüsche kämpfen und schliesslich durch ein Meer von Brennesseln waten. Irgendwann aber endete die grüne Hölle und wir standen vor dem Objekt der Begierde. Mehrere stählerne Kolosse galt es jetzt auf das Genauste zu untersuchen. Erst nach weiteren 2 Stunden konnten wir auch den Bonus unser nennen. Fast auf allen Vieren krochen wir zum Wagen zurück und fuhren nach Hause. Permanent beschäftigte uns die Frage: Sind wir zu alt geworden für solche Caches? Für einen Barbie&Brüttler würden wir uns aber der Frage immer wieder neu stellen!